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Welche Getränkeverpackung ist umweltfreundlich? Einweg, Mehrweg, Dose, PET, Karton, Glas?

Ein Überblick zur ökologischen Bewertung von Getränkeverpackungen.
Wasser wird in den unterschiedlichsten Behältnissen angeboten. Von Kunststofflaschen, über Glasflaschen, Getränkekartons und sogar Aluminiumdosen kommen verschiedenste Materialien zum Einsatz. PET ist dabei das Material, das am Häufigsten Verwendung findet. Doch wie sieht es mit der Umweltbilanz aus? Wie gut oder schlecht sind die unterschiedlichen Verpackungen, und wovon sollte man als verantwortungsbewusster Konsument lieber die Finger lassen? Wir haben uns angesehen, wie nachhaltig die unterschiedlichen Systeme wirklich sind.

Welche Verpackungen gibt es? 

Grundsätzlich wird zwischen Einweg- und Mehrweg-Systemen unterschieden. Der Unterschied liegt darin, ob ein Behältnis für die einmalige Verwendung gedacht ist, und dann im Abfall landet, oder dafür geeignet ist mehrmals zum Einsatz zu kommen. Im letzteren Fall – also Mehrweg, hängt es wiederum stark von der Anzahl der Wiederbefüllungen ab, die das Behältnis durchlebt, bevor es weiter verwertet wird. 

Einen Schritt zurück zu den Materialien: 

In den 80er und 90ern war die Glasflasche das wohl mit großem Abstand am häufigsten eingesetzte  Wasserbehältnis. Die 0,7-Liter Glasflasche mit Schraubverschluss kam vor über 40 Jahren auf den Markt.  Sie gehörte damals zum Mehrweg-System, verschwand aber bis vor kurzem mehr oder weniger komplett vom Markt. Die PET Flasche hat im letzten Jahrzehnt wegen des niedrigeren Gewichts und der Bruchsicherheit Großteils die Glasflasche abgelöst.

Im Einweg-System sind nachfolgende Behältnisse handelsüblich:

  • Plastikflaschen aus PET
  • Glasflaschen
  • Aluminiumdosen

Die Wasserbehältnisse unterscheiden sich besonders in einem Aspekt: dem Recycling. Die Einweg-Systeme Getränkekartons und Aluminiumdosen gelangen schon nach dem einmaligen Gebrauch wieder in den Recycling-Kreislauf. Bei Plastikflaschen muss man zwischen Einweg- und Mehrwegflaschen unterscheiden. Die dünnen Einweg-PET-Flaschen wie sie für Mineralwässer und Softdrinks zum Einsatz kommen, werden wie alle Einweg-Behältnisse nach dem ersten und einmaligen Gebrauch bereits recycelt. Es ist zwar lobenswert, wenn die leeren Flaschen nicht in den Restmüll gelangen und in Müllverbrennungsanlagen verbrannt werden, sondern wieder zur Erzeugung von ebensolchen PET Flaschen verwendet werden. 

Trotzdem gibt es zwei große ABERs: Erstens sind es nach wie vor nur ca. 10% aller PET Flaschen, die recycelt werden. die anderen 90% landen nach wie vor im Restmüll. Diese Flaschen werden häufig schon direkt an der Pfandannahmestelle gequetscht um später geschreddert zu werden. Das spart zwar Platz und Energie beim Transport, aber dennoch ist dieser Lebenszyklus sehr energieaufwändig. Und das gilt nur für Österreich, in weiten Teilen der Welt wird nämlich nur ein verschwindend geringer Anteil recycelt.

UND: Wir sind noch immer bei einem Einwegsystem, weil diese Flaschen nicht wieder befüllt werden! Das erkennt man übrigens auch an der Flasche selbst. Am Boden ist ein 1-Zeichen, das die EINmalige Verwendung kennzeichnet. 

Die einzig wirklich nachhaltige Strategie im Umgang mit unseren Ressourcen ist Müllvermeidung! Alles was an Abfall oder nicht mehr benötigen Material erst gar nicht anfällt, muss auch nicht mit viel Energieaufwand recycelt werden. Daher ist es höchst erstrebenswert mit Mehrweg-Systemen zu arbeiten. 

Ein Vergleich mit Tragetaschen: Die Verwendung von Papiertragetaschen vermindert zwar unseren Plastikmüll. Die Ökobilanz von Papiertragetaschen sieht nicht wesentlich besser aus als die von Plastiktaschen. Die nachhaltigste Lösung ist es daher möglichst oftmalig verwendbare Taschen – wie zb aus Stoff zu verwenden. Je öfter ich eine solche Tasche verwende und damit eine Einwegtasche vermeide, umso besser die Ökobilanz. 

Zurück zu Wasserbehältnissen: Auch hier sind Mehrwegsysteme weitaus ressourcenschonender als Einweg – auch wenn die Einwegflasche „recycelt“ wird. Das Freshwater-Wasserspender-System gehört zum Beispiel dazu. Die Spenderflaschen werden immer wieder befüllt, und erst nach oftmaligem Einsatz oder Bruch erneuert. 

Ein weiterer wichtiger Benefit im Vergleich zu PET: Die Wasserspenderflaschen sind nicht aus PET, sondern aus dem Material Tritan. Tritan ist ein thermoplastischer Kunststoff, der geschmacksneutral, lebensmittelecht, wärmebeständig, bruchsicher und spülmaschinenfest bis 80 Grad ist. Daher ist Tritan für den Einsatz als Wasserflasche die optimale Lösung. Weil Tritan diese besonderen Eigenschaften besitzt, wird es übrigens auch zur Herstellung von Babyflaschen, Schnullern und Schnabeltassen verwendet. 

Und wie sieht es mit Glasflaschen aus?

Obwohl auch das Mehrweg-System mit Glasflaschen auf den ersten Blick sehr gut erscheinen mag, besitzt die wiederbefüllbare PET-Flasche eine deutlich positivere Ökobilanz. Der Vorteil liegt hier im Gewicht der Plastik-Wasserflasche: Glas ist erheblich schwerer als Plastik und somit besonders beim Transport eine größere Belastung für die Umwelt. Auf ihrem Weg vom Hersteller bis zum Endverbraucher legen Wasserflaschen oftmals einen weiten Weg zurück. Addiert man alle Transportemissionen, so ist die CO2 negativ-Bilanz-Summe bei Glasflaschen deutlich schlechter als bei der Kunststoffflasche.

Bleiben noch Aluminiumdosen

Die sind die Katastrophe schlechthin! Wer auch nur einen Funken auf Nachhaltigkeit setzt, und eine möglichst energiesparende und umweltfreundliche Lösung für seinen Durstlöscher sucht, sollte auf Dosen und Aluminium komplett und schon aus Prinzip verzichten. Aluminium muss entweder in großen Minen gefördert, oder sehr aufwändig aus alten Metallverbindungen recycelt werden. Das verbraucht enorm viel Energie. Dazu kommt, dass Aludosen klassich nur 0,2L Inhalt haben, und damit das Verhältnis für die Verpackung zum eigentlichen Inhalt nicht schlechter sein könnte. Und noch ein äußerst kritischer Faktor: Micro-Partikel können sich aus dem Aluminium lösen und in das Getränk gelangen. Also, Finger weg von Aludosen!

Beide Verpackungen, Einweg und Aluminium haben eine schlechtere Ökobilanz als die Mehrwegflaschen, weil sie durch die vielen CO2-Emissionen, die sie verursachen sehr viel Energie benötigen.

Welche Wasserflaschen sind nun tatsächlich nachhaltig?

Die umweltschonendste und nachhaltigste Variante sind Kunststoffflaschen, die mehrmals befüllt werden in Kombination mit möglichst viel Inhalt! Inhalt, hä? Ganz einfach, eine 0,33 Liter PET Flasche braucht im Vergleich zur Wassermenge immens viel Material. Bei einer 19 Liter Wasserspenderflasche ist das Verhältnis um das fast 60fache besser! Allein aus diesem Umstand heraus sollten wir Konsumenten eigentlich kleine Wasserflaschen auf keinen Fall kaufen. Für ein paar Schlucke Flüssigkeit starten wir einen sehr langen und aufwändigen Recyclingprozess – im besten Fall. Im schlechtesten Fall produzieren wir Müll ohne Ende. Obwohl es auch einfach und sehr ressourcenschonend ginge: Zum Beispiel mit einem Wasserspender-System.

Resümee

Optimal ist es, wenn den Flüssigkeitshaushalt mit einem Mehrweg-System im Gleichgewicht hält. 

Regionalität ist außerdem ein wichtiger Faktor. Je kürzer Transportwege sind, je sauberer und unberührter die Natur rund um die Quelle des Wassers ist, umso optimaler. Insofern sind heimische Unternehmen, die nachhaltig denken und handeln, international agierenden Konzernen vorzuziehen. 

Mittlerweile gilt dies nur mehr für einen Anbieter. Nämlich ein rein österreichisches, eigentümergeführtes, und von Konzerninteressen unbeeinflusstes Unternehmen, dessen Quelle in der Steiermark ein völlig naturbelassenes Alpenquellwasser inklusive Wasserspendern liefert. 

Oben drauf füllt Freshwater das Quellwasser im steirischen Wildalpen völlig unbehandelt und ohne jegliche Zusatzstoffe direkt von der Quelle in die Mehrwegflaschen. Wenn man weiß, dass unser Leitungswasser meist mit Chlor als Desinfektionsmittel versetzt, oder einer Behandlung mit Ozon zur Verlängerung der Haltbarkeit unterzogen wird, ist es umso wertvoller ein echtes, naturbelassenes Wasser zu genießen. Das Wasser von Freshwater erfüllt nämlich die strengen Richtlinien des österreichischen Lebensmittelgesetzes (Codexkapitel B17) und darf sich daher als einige der wenigen Anbieter für Wasser „Quellwasser“ nennen.

Und wie steht es mit Ihnen persönlich und Ihren Gewohnheiten?

Achten Sie auch darauf, dass Ihre Wasserflaschen möglichst nachhaltig sind? Erzählen Sie uns gerne in den Kommentaren, was Ihnen besonders wichtig ist! Wir freuen uns auch über jede Anregung!

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