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Ich packe meinen Wanderrucksack und nehme mindestens 2 Liter frisches Quellwasser mit!

Uns hat das Wanderfieber gepackt! Aber was muss mit bei einem Tagestripp? Kann ich mir das Schleppen eines Rucksackes auch ersparen? Reicht es aus die Wasserreserven vor der Tour ordentlich anzulegen und oben angekommen auf der Hütte dann aufzufüllen?

Juhu ! Die ersten warmen Tage des Jahres sind endlich da. Ich bin von der Zehenspitze bis ins letzte Ende meiner blonden Haarpracht ein Stadtkind. In Wien groß geworden – naja, mehr oder weniger groß – bei 1,60 Meter plötzlich stehen geblieben – und (vorerst) in Wien geblieben. Von Montag bis Freitag pendle ich zwischen meiner Wiener Wohnung und meinem Arbeitsplatz bei Spittelau mit der U-Bahn. Wenn ich so aus dem Fenster auf die vereinzelten grünen Bäumchen schaue, überkommt mich ein Gefühl – ich nenne es mal Fernweh nach Natur. Am Sonntag dann den Rucksack mit meiner Wasserflasche voll frischem Alpenquellwasser gepackt, die Wanderschuhe fest geschnürt und auf geht’s  zu einer 6-8 stündigen Tour ins Wiener Umland. Nach einer Stunde Fahrt: Tiiieeeef einatmen – aaah, wie ich doch die frische Luft und die Berge liebe. Unsere erste Wanderung dieses Jahr sind wir irgendwann mitten im Jänner bei Schneegestöber gegangen. Mitten durch den meterhohen Schnee durchs Gebiet der Hohen Wand gestapft. Die letzten Wochen haben uns dann wunderschönes Wanderwetter beschert.

Meinen über 10 Jahre alten super praktischen Wanderrucksack habe ich immer mit dabei. Was macht ihn so praktisch? Er hat kaum Eigengewicht trotz komfortablem, luftigem Netzrücken und Hüftgurt. Dadurch habe ich quasi ein Fliegengewicht auf meinem Rücken, wenn ich mal ganz minimalistisch gepackt habe. Das geräumige Hauptfach hat mir auch schon mal für 2 – 3 tägige Touren gedient. Auch ganz hilfreich sind die beiden Schlaufen außen dran, wo ich beim Aufstieg meine Wanderstöcke anbringe, die mir beim Abstieg dann meine Knie unterstützen. Das Allerwichtigste aber: nie ohne meine beiden seitlichen Außenfächer, auf jeder Seite gefüllt mit einer Trinkflasche. Auf diese Weise ist die so wichtige permanente Flüssigkeitszufuhr gesichert und immer griffbereit!

Bei einer meiner ersten Wanderung dieses Jahr habe ich einen Fehler gemacht. Etwas leichtsinnig kam eine 0,75 Liter Flasche mit in mein Gepäck. Die war natürlich viel zu schnell leer. Zum Glück habe ich gute Freunde, die mir dann den restlichen Anstieg bis zur Hütte ausgeholfen haben. Auf der Hütte dann war der halbe Liter Zitronenwasser ratz fatz ausgetrunken und der Wasserhaushalt wieder aufgefüllt.

Wie viel Wasser braucht mein Körper?

Ist die Kleidung auch noch so funktionell, spätestens sobald die Temperaturen in Richtung 25 – 30 °C klettern, ist der Schweiß auf meiner Stirn während eines anstrengenden Aufstiegs vorprogrammiert.  Durch dieses vermehrte Schwitzen verlieren wir mehr Wasser als im Alltag. Das bedeutet um die Wasserbalance aufrecht zu erhalten, müssen wir diesen Verlust durch regelmäßiges Trinken ausgleichen. Also zusätzlich zu den täglich empfohlenen 1,5 – 2 Liter noch mindestens 1 Liter oben drauf.

Nicht auf das Durstgefühl warten

Sobald der Aufstieg länger als 1 Stunde dauert, sollte auch währenddessen fleißig getrunken werden. Es reicht also nicht aus erst auf der Hütte ausreichend zu trinken. Davon mal abgesehen gibt es auch Touren auf denen keine Hütte liegt, oder die Hütte geschlossen hat. Der Darm kann maximal 0,2 Liter pro Viertelstunde aufnehmen. Den Rest scheiden wir ohne großen Nutzen über die Nieren wieder aus. Während einer Wanderung ist es wichtig, nicht erst auf das erste Durstempfinden zu warten, sondern kontinuierlich und schluckweise frisches Wasser zu trinken. Der Körper signalisiert Durst, wenn er bereits unterversorgt ist. Fehlen dir nur 2 % des Wasseranteils im Körper kommt es bereits zu Einschränkungen der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit. 

Am besten hast du immer eine kleinere Flasche griffbereit, so wie ich in den äußeren Rucksacktaschen, und im großen Rucksackfach noch zusätzliche Liter frisches Quellwasser zum Nachfüllen. Ich teile meine Flasche auch nicht gerne – da ich sonst den Überblick über meine bisher getrunkenen Liter verliere.

Was kommt noch in meinen Daypack?

Immer dabei – meine Regenjacke – man weiß ja nie ob das Wetter plötzlich umschlägt. Ein zweites Shirt – wenn der Gipfel erst mal bezwungen wurde, wird mein schweißnasses Shirt ausgetauscht. Ein paar Euro für die Hütte und bei einer längeren Tour kommen noch die Wanderstöcke mit. Abgerundet wird mein Rucksackinhalt von meinem Jausensackerl. 

Zurück auf der Couch gönn‘ ich mir während eines Netflix-Abends frisch gekühltes Quellwasser aus unserem edlen Wasserspender.

Voller Energie erwartet mich die nächste Arbeitswoche!

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