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Chlor im österreichischen Trinkwasser aus der Leitung – was hat eine Chemikalie in unserem Lebenselixier Nr. 1 verloren?

Für Alle, für die es neu ist, dass unser vielgeliebtes österreichisches Trinkwasser nicht nur quellfrisch und unbehandelt aus dem Wasserhahn kommt, sollten weiterlesen. Das Leitungswasser in den meisten Haushalten kommt nämlich gechlort, oder durch andere Methoden behandelt in unsere Gläser und Töpfe. Warum das so ist, warum dafür die Chemikalie Chlor eingesetzt wird, und ob das für uns gesundheitsschädlich ist erfahren Sie hier. 

Aus öffentlichen Schwimmbädern kennt fast jeder gechlortes Wasser. Chlor ist nicht nur ein bewährtes Bleichmittel und Desinfektionsmittel für die Gebäudereinigung. In Österreich wird das aggressive Element, wie in anderen Ländern auch, oft zur Trinkwasseraufbereitung eingesetzt. Bei stärkerer Chlorung kann man das auch ziemlich stark schmecken. Wie sich gechlortes Wasser aber auf unsere Gesundheit auswirkt ist den Wenigsten bekannt.

Wasser ist die Grundlage unseres Lebens und es sauber zu halten ist natürlich sehr wichtig. Chlor soll dabei helfen und wird daher für die Säuberung von Leitungswasser mit dem Ziel der Abtötung bedenklicher Bakterien eingesetzt. In Österreich hat das Leitungs-Trinkwasser in den meisten Gebieten eine sehr hohe Qualität und es kommen nicht sehr oft außergewöhnlich hohe Bakterienbelastungen vor. Insbesondere aber in landwirtschaftlich genutzten Regionen wird meist viel Gülle und Dünger auf die Felder ausgebracht. Weicht dort der Boden durch lang anhaltende Regenfälle auf, verliert er seine natürliche Filterfunktion und Bakterien können über das Grundwasser und abfließendes Oberflächenwasser in den Trinkwasserkreislauf geraten. Dann ist eine Behandlung des Wassers mit Chlor oder einer anderen Methode erforderlich.

Was genau ist Chlor überhaupt?

Chlor ist chemisch betrachtet ein gelbgrünes giftiges Gas. Allerdings kommt es natürlich fast ausschließlich gebunden vor, da es eines der reaktivsten Elemente ist. Die bekannteste Verbindung ist Natriumchlorid, besser bekannt unter Kochsalz. Chlor ist eine der wichtigsten Grundchemikalien weltweit und wird durch elektrochemische Verfahren hergestellt. Durch die hohe Reaktionsfreudigkeit wird Chlor in vielen Bereichen eingesetzt. 

Soweit so gut. Doch wie gefährlich ist gechlortes Wasser? Was bedeutet der Konsum für unsere Gesundheit?

Wie und warum kommt Chlor ins Leitungswasser und ist die Chemikalie im Trinkwasser gesundheitsschädlich?

Chlor ist vergleichsweise günstig und universell einsetzbar. Deshalb wird es auch von der Wasserversorgung im Trinkwasser als Desinfektionsmittel genutzt, um so Keime und andere Verunreinigungen abzutöten.

Im Blick haben die Wasserbetreiber hier vor allem das Escherichia coli bzw. E. coli / Kolibakterium, welches in menschlichen und tierischen Fäkalien vorkommt. Die meisten Stämme davon sind zwar harmlos, es gibt aber auch gefährliche Varianten von E. coli, welche schwere Durchfallbeschwerden, Harnwegsinfektionen, Meningitis bei Neugeborenen und andere Erkrankungen auslösen können.

Mit Chlor versetztes Trinkwasser weist in der Regel einen Chlorgehalt zwischen 0,1 und 0,2 Milligramm pro Liter auf. Bei dieser geringen Dosierung gilt Chlor zwar als geschmacklich unangenehm, für die Gesundheit entstehen dadurch aber in der Regel keine Probleme. Die Desinfektion des Trinkwassers erfolgt je nach Anlage entweder mit Chlorgas, Natrium- Hypochloridlösung, Calciumhypochlorid als Pulver oder Granulat oder Chlordioxidlösung. 

Durch fest installierte Anlagen die meist mit Chlorgas arbeiten, lässt sich Chlor exakt dosieren. Die in der Trinkwasserverordnung festgesetzten Grenzwerte werden so nicht überschritten und gleichzeitig wird eine regelmäßige Desinfektion gewährleistet.

Aber auch als meist verwendete Chemikalie in der chemischen Industrie gelangt es regelmäßig ins Abwasser und so auch in unser Trinkwasser aus der Leitung.

Einige der Verbindungen die Chlor im Wasser durch die Reaktionsfreudigkeit eingeht sind im Verdacht, krebserregend zu sein. Auch wenn wir das Chlor weder geruchlich noch geschmacklich wahrnehmen, ist das Element immer vorzufinden, genauso wie die Nebenprodukte des Chlors, die krebserregende Stoffe enthalten können.

Während die Wasserversorger entwarnen und Chlor als unbedenklich einstufen, zeigen viele weitere Studien, dass chlorhaltiges Wasser sehr ungesund sein kann. Auch wenn die Konzentrationen des Stoffes im Trinkwasser sehr gering sind, kann es zu hohen Körperbelastungen und chronischen Langzeitvergiftungen kommen. Besonders Kinder im Mutterleib und in der Stillphase sind stark gefährdet. Die meisten Studien wurden jedoch mit höheren Chlorkonzentrationen durchgeführt, als sie in Deutschland erlaubt sind. Wie genau Chlor den Körper beeinträchtigt, kommt auch auf die Verbindung an, die das Halogen eingeht. Laut Wasserversorgern ist die umstrittene Chemikalie jedoch das kleinere Problem, wenn es um Krankheitserreger im Trinkwasser geht.

Situation in Wien

In der Hauptstadt Wien mit ihrem alten Leitungsnetz und hohen Wasserverbrauch kommt Chlor zum Einsatz. Das betrifft vor allem die Bereiche, wo Grundwasser für die Versorgung herangezogen wird. Was die Wenigsten wissen: auch das Wiener Wasser aus den Hochquellwasserleitungen wird oft – wenn auch nur leicht – gechlort.

Von den Endpunkten der Hochquellenleitungen wird das Wasser über Hochbehälter in das Rohrnetz eingespeist. So gelangt es in die Wohnungen und Häuser. Das Wiener Rohrnetz umfasst:

  • 3.000 Kilometer öffentliche Rohrstränge
  • mehr als 102.500 Anschlussleitungen (Verbindungsleitungen zwischen Straßenrohrstrang und dem Wasserzähler im Haus)
Und wie kommt das Wassers von den Alpen in die Stadt?

Das Wiener Wasser kommt aus den niederösterreichisch-steirischen Alpen. Das Quellgebiet der I. Hochquellenleitung umfasst den Schneeberg, die Rax und die Schneealpe, das Quellgebiet der II. Hochquellenleitung den Gebirgsstock des Hochschwabs. Die Schongebiete zum Schutz der Wasservorkommen umfassen eine Fläche von 675 Quadratkilometer.

Trinkwasser für ganz Wien

Die Stadt Wien wird im Normalbetrieb zu 100 Prozent mit Quellwasser versorgt. In Zeiten extrem hohen Wasserverbrauchs und während Wartungsarbeiten in den Hochquellenleitungen wird zusätzlich Grundwasser aus den Wasserwerken Lobau und Moosbrunn eingeleitet. 

Welche Alternative gibt es zu behandeltem Wasser?

Zuerst ganz klar gesagt: das „Wiener Wasser“ – im Grunde genommen ist es ja steirisches Wasser – der II. Hochquellenleitung ist eigentlich ein gesundes Wasser! Warum „eigentlich“? Weil es aufgrund des langen Weges nach Wien, der Zwischenlagerung, der Vermischung mit Grundwasser, den alten Rohrleitungen und damit verbunden mit der Behandlung mit Chlor und anderen Methoden nicht mehr das gleiche Wasser wie an der Quelle ist. Die Alternative liegt aber so nahe: Das frische, naturbelassene, unbehandelte Quellwasser wird direkt an der Quelle abgefüllt. Vollkommen ohne Zusatzstoffe oder Behandlungen. Dann wird es in 18,9 Liter Refill-Flaschen auf schnellstem Wege zu dir gebracht, und du kannst es mit hygienisch geprüften und laufend gewarteten Wasserspendern trinken. 

Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • Reines und garantiert unbehandeltes österreichisches Quellwasser aus unberührter Natur. Gänzlich ohne Zusatzstoffe und ohne Behandlung wie Ozon, Chlor oder UV Bestrahlung.
  • Lange Haltbarkeit! Freshwater Quellwasser hält in der geschlossenen Flasche, dunkel gelagert ewig – wenn man rein die Wasserqualität betrachtet. Und das ohne Zusatzstoffe! Das beweist die höchste Güte unseres Alpenquellwassers.
  • Motivation & Energie! Wasser = Leben. Regelmäßiges Trinken fördert die Gesundheit und Leistungsbereitschaft, und reduziert Krankenstandstage
  • Sauerstoffreich! Freshwater ist das sauerstoffreichste Wasser Österreichs
  • Immer verfügbar, gekühlt oder heiß! Mit Freshwater Wasserspendern kannst du das 
  • Gut für die Umwelt! Es kommen nachhaltige Flaschen zum Einsatz, immer wieder neu befüllt werden und damit einen wichtigen Aspekt für die Umwelt erfüllen.
  • Optimal für Wartezonen, Produktionen, Büros etc.

Ist Mineralwasser auch eine Alternative?

Stiftung Warentest: Leitungswasser ist gesünder als Mineralwasser. Gekauftes Mineralwasser in Flaschen ist nicht besser als Leitungswasser – zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest in ihrem neuesten Test. Demnach enthält Leitungswasser oft mehr Mineralstoffe und weniger ungesunde Rückstände.

Test: Mineralwasser hat oft weniger Inhaltsstoffe als Leitungswasser. Beim Vergleich von Wasser, ob Trinkwasser aus der Leitung oder Mineralwasser in Flaschen, kommt es vor allem auf Natrium, Magnesium, Kalium, Calcium, Sulfat, Chlorid und Hydrogencarbonat an.

Fazit

Das Wichtigste über Chlor im Trinkwasser und die Alternativen
  • Chlor dient zur Desinfektion von mit Bakterien belastetem Wasser um Erreger wie E.coli-Bakterien und Noroviren abzutöten.
  • Chlor im Trinkwasser ist nichts Neues – in Österreich wird diese Methode zur Wasseraufbereitung schon seit Jahren genutzt. Das Ziel von chloriertem Leitungswasser ist, etwaige Keime unschädlich zu machen
  • Im Durchschnitt verlässt das Trinkwasser das Wasserwerk mit einem Chlorgehalt zwischen 0,1 und 0,2 Milligramm pro Liter. Diese Werte sind auch für die Chlorzugabe im Wassernetz maßgeblich. 
  • Wenn es riecht, „ist was faul“ Chlor dient im Schwimmbad zur Desinfektion. Eigentlich ist der Stoff geruchlos – aber nicht in Verbindung mit Harnstoff.
    denn der typische Geruch entsteht, wenn sich Chlor im Wasser mit einem anderen Stoff mischt
  • Gechlortes Trinkwasser ist, wenn man ganz Österreich betrachtet eher selten, zur Desinfektion wird statt Chlor oft UV-Licht verwendet. Vorreiter ist hier Vorarlberg
  • Der Konsum von gechlortem Trinkwasser (max. 0,3 mg/ Liter) ist gesundheitlich unbedenklich, kann aber als störend empfunden werden
  • Der Konsum von stark gechlortem Trinkwasser (> 0,3 mg/ Liter) kann sich jedoch auf den Magen schlagen und Unwohlsein bzw. Durchfälle verursachen
  • Bei starken Regenfällen, die zu Kanalüberschwemmungen führen, kann es vorkommen, dass vermehrt Chlor eingesetzt wird. 

Viele Forscher sind sich in dem Punkt einig, dass Chlor sehr gefährlich für unsere Gesundheit sein kann. Uneinig ist man sich jedoch, ob die geringen Konzentrationen, die im österreichischen Trinkwasser aus der Leitung erlaubt sind, schon zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen können. Besonders Schwangere und Kleinkinder sollten jedoch die Gefahr nicht unterschätzen.

Zum Abschluss

Eine gute Möglichkeit ist unbehandeltes Alpenquellwasser in Kombination mit der neuesten Generation von Wasserspendern. Neben der Reinheit und Natürlichkeit des Alpenquellwassers selbst,  sind sehr günstige „rund-um-sorglos“ Aktionen auch budgetär eine tolle Möglichkeit sich, Ihre Mitarbeiter und Ihre Kunden mit immer frischem, sauberem und unbehandeltem Quellwasser zu versorgen.

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Hotline: +43 1 32 88 475-0